Veranstaltungsbericht
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WIDERSTAND GEGEN WOHNUNGSNOT

Den Auftakt des Themenblocks Widerstand und zugleich auch der Uni der Straße bildete die Veranstaltung über „Widerstand gegen Wohnungsnot“ mit dem in Bremen wohlbekannten Wohnraum-Aktivisten Jochim Barloschky, kurz Barlo. 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie ein Kamerateam unseres Regionalsenders Buten un Binne hatten den Weg ins Café Papagei gefunden.

Barlo gliederte seinen interaktiven Vortrag in drei Teile: biographische Abschnitte, die Geschichte des Wohnens und das Preistreiben der Vermieter. Zur Einstimmung wurde ein Lied über Hausbesetzungen als Widerstand eingespielt. Einige erkannten das Lied und sangen mit. Wir hatten angeregte Diskussionen über exzessive Nebenkosten, Zwangsräumungen und die Ausnutzung der Wohnungsnot durch Vermieter. Barlo machte die Diskussionsrunde sehr abwechslungsreich durch Lieder, einige Zitate und Gedichte.

Das Recht auf eine Wohnung ist ein Menschenrecht“ (Joachim Barloschky)

Die positive Resonanz der TeilnehmerInnen auf die ersten Gehversuche der Uni der Straße und der Fernsehbeitrag auf Buten un Binnen waren ein schöner Lohn für die langen Vorbereitungen. Wir freuen uns auf viele weitere spannende „Vorlesungen“ und auf ein Widersehen mit unserer diskussionsfreudigen Teilnehmerschaft.

Text: Vicky Stöpler
Foto: Cory Patterson

 

Ankündigung der Veranstaltung

Widerstand gegen Wohnungsnot. Wohnen ist ein Menschenrecht. Aber auch eine Ware. Wohnraum soll Rendite bringen. Auch deshalb spaltet sich die Gesellschaft – und damit die Städte – mehr und mehr in Arm und Reich. Folge: stetig steigende Mietpreise, unter Wohnungsnot leidende Menschen. Wie kann man dagegen angehen? Welche Erfahrungen gibt es im Kampf gegen Spekulanten und Miethaie? Und was kann und muss die Stadt tun, damit das Menschenrecht auf Wohnen verwirklicht wird? Joachim Barloschky wird im Austausch mit Ihnen die Wohnungsfrage und auch die Geschichte und den heutigen Widerstand gegen miserable und unbezahlbare Wohnverhältnisse näher betrachten.

Joachim Barloschky, 1952 in Bremen geboren, war Aktivist der Bremer Schülerbewegung (USB) und saß 1968 auf den Straßenbahnschienen – aus Protest gegen Mieterhöhungen. Später engagierte er sich in Tenever (Hopp! Hopp! Hopp! Mietpreisstopp!). Von 1990 bis 2011 war er Quartiersmanager dort. Er unterrichtet an der Hochschule Soziale Arbeit / Gemeinwesenarbeit. Zudem ist er Sprecher des Aktionsbündnises Menschenrecht auf Wohnen.

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