Veranstaltungsbericht
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GESUNDHEITSFÖRDERUNG IM GEFÄNGNIS

Gesundheit und Gefängnis, zwei Begriffe die im ziemlichen Gegensatz zueinanderstehen. In einem interessanten und interaktiven Vortrag erzählte uns die Dozentin Katja Thane von der Universität Bremen, warum dies der Fall ist. Denn in einer Institution, deren Ziel es ist, zu bestrafen, steht die Gesundheit leider oft an letzter Stelle. Es entstand eine rege Diskussion mit den Teilnehmern, mit welchen körperlichen und seelischen Problemen Gefängnisinsassen konfrontiert werden.

Neben einer mangelnden Gesundheitsförderung, sind oft Drogen, Gewalt, aber auch psychische Probleme ein großes Thema. Nachdem viele verschiedene Faktoren zusammengetragen wurden, befassten sich die Teilnehmer mit der Suche nach Lösungen. Wie könnte eine Gesundheitsförderung im Gefängnis aussehen? Insgesamt war die Veranstaltung sehr lebendig, denn jeder hatte Ideen oder auch Geschichten zu dem Thema beizutragen.

Text: Marie Freese
Foto: Kyle Wagaman/flickr.com

 

Ankündigung der Veranstaltung

Gesundheitsförderung und Gefängnis scheinen zunächst Widersprüche zu sein. Denn im Gefängnis soll es ja schließlich ums Strafen gehen, so denken viele. Doch Gesundheit und Krankheit sind zentrale Aspekte für alle Menschen – also auch im Gefängnis. Viele Menschen in Haft haben mit unterschiedlichen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, zum Teil hatten sie diese auch schon vor der Haft. Wie geht es damit im Gefängnis weiter? Andere Probleme entstehen erst in der Haft. Welche Auswirkungen also hat das Gefängnis auf die Gesundheit der Inhaftierten – und der Bediensteten? Und welche Möglichkeiten der Gesundheitsförderung gibt es im Strafvollzug?

Katja Thane, geboren 1974, studierte Sozialpädagogik und Kriminologie in Hamburg und promovierte an der Universität Bremen. Sie arbeitete in Hamburg in der niedrigschwelligen Drogenhilfe (Drob Inn) und am Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS). Seit 2013 lehrt und forscht sie an der Uni Bremen am Institut für Public Health und Pflegeforschung und beschäftigt sich mit den Themen Drogen und Strafvollzug.

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