„Neue Arbeit“ – Hoffnung oder Holzweg?

Wer keine Arbeit hat, leidet meist darunter. Doch auch wer Arbeit hat, leidet oft unter Fremdbestimmung, Leistungsdruck, Sinnmangel und dem Risiko, den Arbeitsplatz wieder zu verlieren.
Der deutsch-amerikanische Philosoph Frithjof Bergmann schlägt als Ausweg aus diesem Dilemma vor, die Arbeitswoche auf drei Arten von Arbeit aufzuteilen: normale Erwerbsarbeit, Eigenproduktion (Selbstversorgung) und frei gewählte Arbeit (Berufung). Seit 30 Jahren führt Bergmann auf der ganzen Welt Projekte durch, um die dreigeteilte „Neue Arbeit“ in der Praxis zu testen.
Wir schauen uns Bergmanns Konzept einmal näher an. Wie soll die Eigenproduktion funktionieren? Wie wählt man sich Arbeit, die man wirklich machen will? Wie könnte eine Wirtschaft aussehen, die auf „Neuer Arbeit“ aufbaut? Und würde es uns mit „Neuer Arbeit“ besser gehen?

Michael Vogel ist seit 2003 Wirtschaftsprofessor an der Hochschule Bremerhaven. Als Lernprojekt für Studierende initiierte er 2009 die Zeitschrift der Straße, die er seither ehrenamtlich leitet. Vor seinem Wechsel an die Hochschule war Vogel in der Unternehmensberatung und für den TUI-Konzern in Hamburg, Hannover, London und Paris tätig. Liebt Gummibärchen – hätte die von Christoph Spehr gerne genommen.