Veranstaltungsbericht
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SPURENSUCHE BREMEN – DAS PORTAL

Im Treffpunkt Café Papagei hat sich eine kleine Gruppe Wissbegieriger eingefunden, um das Online-Portal „Spurensuche Bremen“ kennenzulernen. Dozent John Gerardu stammt ursprünglich aus den Niederlanden, war vor seiner Rente als Sozialpädagoge in der Bremischen Jugendarbeit und koordiniert nun die digitale Plattform Spurensuche-Bremen.de, sowie verschiedene andere Projekte, die in diesem Kontext entstanden sind.

Die Plattform wurde als Lernprojekt ins Leben gerufen und sollte das Verständnis von Jugendlichen für eigenverantwortliches demokratisches und tolerantes Verhalten in Bremen anregen. Selbstständig Spuren in Bremen zur NS-Zeit finden, recherchieren und validieren, dies sollte mithilfe der Plattform möglich werden und zu Widerstand gegen Faschismus und Antisemitismus anregen.

John erzählte uns wie für diesen Zweck fast ein physischer Ordner angelegt worden wäre. Doch die Zeit verfliegt so schnell und alles ändert sich, da wäre ein Ordner gleich nach seiner Fertigstellung veraltet gewesen. So wurde das Projekt schnell digitalisiert und als interaktive Plattform angelegt, die von jedem erweitert werden kann. 2010 wurde sie freigeschaltet. Seitdem wächst der Wissensspeicher stetig, rege Diskussionen zu einzelnen Schlagwörtern lassen sich darauf verfolgen, und sogar ganze Stadtführungen kann man sich von der Plattform ziehen.

Neu kam jetzt eine App hinzu mit der man die Spuren in seiner Umgebung direkt finden kann. GPS auf dem Mobiltelefon macht es möglich. Auf einer digitalen Karte kann man nun durch kleine graue Punkte markiert alle möglichen Spuren in seiner Umgebung finden. Ausführliche Texte klären einen umfassend über die Geschichte auf.

Nach dem Vortrag beantwortete John weitere Fragen zu der Plattform, aber auch direkt zur Geschichte der Widerstandskämpfer und Nazis in Bremen. Bei Kaffee und Kuchen ging so ein schöner Vortrag über ein tolles Projekt zu Ende.

Text: Katrin Suhr
Beitragsbild: Spurensuche-Bremen.de

 

Ankündigung der Veranstaltung

Spurensuche Bremen – das Portal. Wie sah Bremen zwischen 1933 und 1945 aus? Welche Spuren kann man heute noch finden? Welche Menschen haben hier gelebt und wie? Aus diesen Fragen entstand schon 2010 das Portal www.Spurensuche-Bremen.de. Ein Projekt, das sowohl über die Opfer als auch die Täter informiert, aber auch über Orte und Ereignisse, die im Kontext der nationalsozialistischen Herrschaft standen. John Gerardu wird in seinem Vortrag das Projekt und die dazugehörige Plattform vorstellen und den Zuhörern einen Einblick in das Leben von Bremer Widerstandskämpferinnen und -kämpfern geben, aber auch von Tätern berichten sowie von Familien, die beispielsweise in die Wohnungsfürsorgeanstalt Hashude eingewiesen wurden.

John Gerardu, 64 Jahre, kommt ursprünglich aus den Niederlanden und war beruflich als Sozialpädagoge in der Bremischen Jugendarbeit tätig, zuletzt in der Landesjugendbehörde. Als Rentner koordiniert er die digitale Plattform www.Spurensuche-Bremen.de sowie verschiedene andere Projekte, die in diesem Kontext entstanden sind.

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