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„ERSATZ-ERSATZTERMIN“ – GESUNDE ERNÄHRUNG UND ARMUT – 26. JANUAR 2017

Dreimal ist ja bekanntlich Bremer Recht. Das gilt auch bei der Uni der Straße. Nachdem die Veranstaltung GESUNDE ERNÄHRUNG UND ARMUT am 23. Dezember leider schon wieder ausfallen musste, haben wir ein dritten Termin am 26. Januar 2017 um 16 Uhr gefunden. Das ist die Chance für alle, die es vorher nicht zu uns geschafft haben, bei diesem Vortrag dabei zu sein.

NACH DEM SEMESTER IST VOR DEM SEMESTER

Kinder .. wie die Zeit rennt! Schon wieder ist ein Semester vorbei .. aber toll war es! Vielen Dank an alle TeilnehmerInnen, DozentInnen, StudentInnen und alle, die, in welcher Form auch immer, mitgeholfen haben die Uni der Straße lebendig zu machen. Die Berichte zu den Veranstaltungen des Sommersemesters 2017 werden in den nächsten Tagen online gestellt.

Die Vorbereitungen für das Wintersemester 2017/2018 sind bereits in vollem Gange .. und natürlich werden wir das Semesterende auch noch feiern – am 10. August 2017, von 17 – 19 Uhr im Café Papagei .. mit Speis und Trank, den ausgestellten Werken unseres Streetart-Workshops, der Urkundenverleihung und Musik von Harry Dolphin!

THEATER WORKSHOP

Nachdem wir uns mit Eve-Marie Hadamovsky auf das „theatrale Du“ geeinigt hatten, starteten wir den Theaterworkshop mit einigen Übungen zum Thema Körpersprache, Gestik und Mimik und gingen mal neutral, mal selbstbewusst, mal wütend oder ängstlich das Café Papagei auf und ab.

»Ja -!«
»Nein –!«
»Wer ist schuld?
Du!«

»Himmeldonnerwetter, laß mich in Ruh!«

Kurt Tucholskys Gedicht „Ehekrach“ bildete dann die Grundlage unserer Szenen, die wir in kleinen Gruppen einstudierten und uns gegenseitig vorspielten.

Zum Schluss bildeten wir eine sogenannte Lachgasse, in der eine Person versucht ernst zu bleiben, während die anderen versuchen sie zum Lachen zu bringen. Dabei ist fast alles außer Berühren erlaubt.

„HASS“ FILMVORFÜHRUNG UND DISKUSSION

Am 11. Januar 2017 veranstalteten wir  einen „Do-it-yourself“ Kinoabend. Bei Getränken und Naschereien schauten wir uns den französischen Film „Hass“ von Mathieu Kassovitz aus dem Jahr 1995 an. Der Film, der das trostlose Leben in den Banlieues Frankreichs schildert, ist in Schwarz-Weiß gedreht. Er zeigt 24 Stunden im Leben der drei jugendlichen Hauptdarsteller, deren Welt von Gewalt, Drogen und Schikanen durch die Polizei geprägt ist. Hinter den einzelnen Szenen aber, verbergen sich auch Botschaften, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind. Warum zum Beispiel läuft plötzlich eine Kuh durch die Straßen? Oder was will uns der alte Mann auf dem öffentlichen WC mit seiner Geschichte über Grunwalski eigentlich sagen? Diese und weitere Fragen diskutierten wir am folgenden Tag mit dem Cineasten Hendrik Menzer. Erstaunlich war, wieviel mehr aus dem Film heraus zu holen ist, wenn man nur genauer hinschaut.

Text: Miriam Woznica
Beitragsbild: Cory Patterson

 

GEWALTFREIE KOMMUNIKATION

Wo begegnet uns Gewalt in der Kommunikation? Das war an diesem Abend die Einstiegsfrage des Workshops von Markus Strittmatter.

In der Ersten Übung stellten wir fest, wie schwierig es eigentlich ist, jemandem genau zuzuhören, ohne sich dabei mit seiner eigenen Antwort zu befassen. Das wurde allerdings erst deutlich, als wir in Paaren aufgerufen waren, dem Erzählenden nichts zu entgegnen, sondern schweigend  dem gesagten zu folgen.

Da das Seminar auch als „ Wertschätzende Kommunikation“ bezeichnet wird, gingen wir über zu einem Spiel.
Wertschätzung? Ja aber…das ist doch nicht ausschlaggebend! Mit ebendiesem „Ja, aber…“ diskutierten wir ein Streitthema und es entstand eine hitzige Diskussion. Hinterher versuchten wir es noch einmal mit dem selben Thema, jedoch mit einer einzigen Änderung ; anstelle des „Abers“ benutzten wir „gleichzeitig“  und widerholten zunächst die Aussage des anderen. Es entstand ein wesentlich entspannteres  Gespräch, das bei  jeder Streitsituation wünschenswert wäre.
Später erörterten wir noch die Bedürfnisse hinter tagtäglichen Vorwürfen und stellten fest, dass wenn man sich über nicht geschnittene Zwiebeln ärgert,  die Zwiebel gar kein Bedürfnis ist.  Somit erhielten wir weitreichende Erkenntnisse über Gesprächstechniken, Kommunikation und Gemüsearten.
In jeder Hinsicht hatten wir sehr viel Spaß miteinander und haben im Nachhinein viele Dinge gelernt, die in den unterschiedlichsten Situationen hilfreich sind.

Text: Miriam Woznica

„GRÜSS GOTT!“ – „MACH ICH, WENN ICH IHN SEH“

Im Rahmen des Themenblocks „Ein Bad erfrischt, eine Diskussion verjüngt“ trafen wir uns zu einem Religionsgespräch mit Pastor Jürgen Mann, der unter anderem auch der Seelsorger des Vereins für die Innere Mission ist. Dabei war interessant, wie unterschiedlich die Teilnehmer waren und daher auch die Überlegungen, die im gemeinsamen Miteinander entstanden.

Eingeleitet wurde das Gespräch, indem jeder von uns sich eines der ausgelegten Bilder aussuchen sollte, um hinterher zu erklären warum gerade dieses Motiv ausgewählt wurde. Wie z.B. die Abbildung eines großen leeren Raumes, in dem sich nur ein einzelner Stuhl befindet. Was verbinden wir mit diesem Bild, was löst es in uns aus?

Damit stiegen wir auch schon ein in eine angeregte Debatte über die persönliche Vorstellung von Gott und Religion, aber auch über die Emotionen, die dieses Thema in uns auslöst. Überraschend war, dass es trotz der vielen verschiedenen Meinungen immer Parallelen gab zwischen dem Empfinden von „Göttlichkeit“  oder auch von „Vertrauen“.

Text: Miriam Woznica